F29200-29 In der Nähe: Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht
| Beginn | Mo., 18.05.2026, 19:30 - 21:00 Uhr |
| Kursgebühr | 5,00 € |
| Dauer | 1 x |
| Kursleitung |
Dr. Simon Strauß
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Wir leben in einer Welt, die von Gegensätzen geprägt ist. Politische Lager entfernen sich voneinander, globale Machtblöcke stehen sich gegenüber, Stadt und Land scheinen immer weiter auseinanderzurücken. Gerade in solchen Momenten wird der Blick auf das Nahe besonders wertvoll. Denn Nähe eröffnet die Möglichkeit, Gemeinschaft neu zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Der Schriftsteller und Journalist Simon Strauß zeigt eine überraschende Perspektive: Er findet die Antwort auf die Frage nach echter Begegnung in der Kleinstadt. Dort begegnen sich Menschen unmittelbar, dort werden Konflikte nicht verdrängt, sondern ausgetragen – und Kompromisse gesucht. Dort lässt sich Demokratie im Alltag erleben, unmittelbar und lebendig.
Simon Strauß hat Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge studiert. Er ist Mitgründer der Initiative „Arbeit an Europa“ und promovierte 2017 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Heute arbeitet er als Schriftsteller und als Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Mit dieser Veranstaltung möchten wir dir einen Raum eröffnen, um Inspiration zu finden, Fragen zu stellen und neue Perspektiven zu gewinnen. Es geht darum, Nähe im Alltag bewusst wahrzunehmen: im direkten Gespräch, im gemeinsamen Aushandeln, im offenen Zuhören.
Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen sich begegnen. Demokratie wächst dort, wo wir einander zuhören. Nähe beginnt dort, wo wir uns füreinander öffnen.



